
Silken Arrow
Wo lebenslange Freundschaft beginnt
Die Zucht
Die Zuchtphilosophie
Züchten bedeutet nicht, die Lieblingshündin, mit dem hübschen Rasse-Champion zu verpaaren. Um erfolgreich zu züchten bedarf es eines sehr umfassenden Wissens über Genetik, Vererbung, Biologie und nicht zuletzt natürlich im Speziellen über die Eigenschaften der Rasse.

Die Zuchtstätte:
Um Welpen bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten, nehmen wir uns viel Zeit. Beschäftigung mit ihnen ist genauso wichtig wie ein vielseitiges Angebot an optischen, akustischen und taktilen Reizen. Deshalb sind unsere Welpenräume und Gehege, sei es drinnen oder draussen, immer mit verschiedenen Spiel- und Lerngegenständen ausgestattet.
Durch den transparenten Gitterzaun kriegen die Welpen auch immer mit, was ausserhalb ihres behüteten Gebietes so abgeht. Wenn es der Entwicklungsstand zulässt, folgen Ausflüge auf Plätze ausserhalb des Geheges, in unsere Hundehalle, auf unbekannte Wiesen und in den Wald. Teilweise gelangen wir zu Fuss an neue Orte, teilweise mit dem Auto.
Die Aufzucht
Unsere Welpen wachsen anfangs bei uns in der Stube, später zusätzlich im grossen Auslauf mit frei zugänglichem Welpenraum (indoor und outdoor Spielplatz) auf.
Sie haben Kontakt mit unserem eigenen Rudel und mit vielen fremden Menschen und Hunden.
Wir nehmen sie altersgemäss mit auf grössere Plätze und machen auch schon Ausflüge in den Wald.
Und selbstverständlich haben sie auch immer genügend ausgiebige Ruhezeiten, in denen sie Erlebtes verarbeiten und verinnerlichen können, damit die kleinen Racker entspannt und bestens vorbereitet in ihr neues Zuhause einziehen können.


Die Fütterung
Die Basis eines gesunden Körpers ist eine gesunde Fütterung. Wir haben uns deshalb entschieden, unsere Welpen genauso wie unsere erwachsenen Hunde, mit frischem Futter zu versorgen. Das bedeutet, dass wir das Futter für die Welpen täglich frisch zusammenstellen. Es besteht aus frischem Fleisch, Gemüse und Obst, etwas Milchprodukten und Ölen/Fetten. Auch Zusätze, die wir beigeben sind natürlichen Ursprungs und bestehen vorwiegend aus selbst geernteten, frischen oder getrockneten Kräutern. Immer wieder kriegen sie Kauartikel ins Gehege, die sie kauen, um die sie kämpfen oder sie auch irgendwo verscharren können. Wir achten darauf, dass die Welpen ausgewogen ernährt sind, ihr Bedarf an Energie, Mengen- und Spurenelementen gedeckt ist und dass sie mit dem Fressen einem natürlichen Fress- und Kautrieb nachkommen können.
Back to the roots
Wie alle heutigen Hunderassen, ist auch der Silken Windsprite aus einer Mischung von verschiedenen Hunderassen entstanden. Der Rassegründer Walter Wheeler jr. hat zwar immer auf eine genetische Spontanmutation der Whippet Hündin Shot Silk bestanden, aus welcher er die neuen langhaarigen Whippets ab 1958 gezogen haben will. Seit der Möglichkeit der Gentests hat diese Entstehungsgeschichte aber kaum noch Bestand. Die Gentests bezeugen, dass die Rasse sehr viel Whippet- aber auch Sheltieblut führt. In einigen Linien finden sich auch noch Barsoigene.
(Z.B. Ein Silken mit Jahrgang 2018 trägt laut Genanalyse 62,5% Whippet, 25% Sheltie und 12,5% Barsoi)
Der Silken Windsprite wird nun seit einigen Jahrzehnten fast rein gezüchtet. Das heisst, es werden vorwiegend Silken Windsprites mit Silken Windsprites verpaart, und nur ganz selten, vor allem in den USA, Whippets zur Blutauffrischung eingekreuzt. Diese Outcrosses bzw. Backcrosses (Rückkreuzungen) bringen zwar 50 % neue Gene in die nächste Generation aber mit jeder weiteren Generation Reinzucht wird dieser Gewinn wieder verwässert. Ausserdem wird der Silken Windsprite durch die einseitige Einkreuzung nur der einen Urspungsrasse sowohl vom Exterieur, wie aber auch im Wesen (Hasenschärfe und andere Charaktereigenschaften) dem Whippet immer ähnlicher.
Der ursprüngliche Typ soll ein fröhlich verspielter, gut führbarer, clownartiger Hund sein und seinem Namen Silken = Seidig und Windsprite = Windkobold alle Ehre machen.
Ein noch grösseres Problem stellt aber leider, wie bei sehr vielen Rassehunden, der enge Genpool dar. Weltweit sind alle Silken Windsprites miteinander verwandt. Wenn wir als Züchter eine Verpaarung planen, rühren wir lediglich in einem Glas mit immer gleichen Genen ohne neue dazugeben zu können. Rechnerisch kann man sicher noch die eine oder andere gute Verpaarung machen, aber neue Genetik entsteht dabei nicht.
Aus diesen Gründen ist es dringend nötig, nicht nur viel mehr Outcrosses/Backcrosses zu machen sondern nebst dem Whippet auch den Sheltie wieder mit ins Zuchtgeschehen zu nehmen. So können wir den Urtyp des Silken bewahren und auch in der Zukunft noch Freude an gesunden und langlebigen Hunden haben.
Weitere Literatur dazu finden Sie hier:
https://www.sitzplatzfuss.com/die-themen/ausgabe-51/
https://www.instituteofcaninebiology.org/blog/the-catastrophe-of-cross-breeding-meet-the-borgis?
https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=21557
FB Gruppen wie Funktional breeding: https://www.facebook.com/groups/261063501512796
oder: https://www.facebook.com/groups/639597814615325

Saniro mit 16 Monaten, Mix aus Sheltie x Silken Windsprite